Äthiopien

Äthiopien (griechisch Αιθιοπία, von altgriechisch αίθαλο, aíthalo – das sonnengebräunte und οψ, ops – das Gesicht, amharisch Ityop'ya) – zeitweise im Ausland auch als Abessinien bekannt (eigentlich ein kultur-geographischer Begriff, der nur das Hochland bezeichnet) – ist ein Staat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 28. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991).
 



Geographie

Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika, es ist rund dreimal so groß wie Deutschland.


Bevölkerung

Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat. Die Bevölkerung setzt sich aus ungefähr 80 ethnischen Gruppen zusammen, die zwischen mehreren Millionen und nur wenigen Hundert Menschen umfassen können. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen und kulturellen Entwicklung stark von Einflüssen aus dem Nahen Osten geprägt.

Im 20. Jahrhundert galten die Amharen als Staatsvolk. Obwohl sie nur zwischen 20 und 30 % der Bevölkerung stellen, hat sich Amharisch als Landessprache durchgesetzt und wird zumindest von der Stadtbevölkerung des gesamten Landes im täglichen Umgang benutzt. Zusammen mit den Tigray, die ca. 10 % der äthiopischen Bevölkerung ausmachen, siedelten sie traditionell als Bauern in den nördlichen Hochländern, dem Kernland des historischen äthiopischen Kaiserreichs. Amharen und Tigray können unter dem äthio-semitischen Begriff Habesha ('Abessinier') zusammengefasst werden. Zum überwiegenden Teil sind sie Anhänger der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche. Die Hälfte der Bevölkerung sind Muslime, jedoch wird der Alltag von der äthiopisch orthodoxen Kirche geprägt. Eine kleine Minderheit sind Protestanten und Katholiken, die Minderheit jüdischen Glaubens (Falascha) ist mittlerweile fast komplett nach Israel ausgewandert.