Angola

Angola (dt. Aussprache: [aŋˈgoːla], port.: [ɐŋˈgɔlɐ]) ist ein Staat in Südwest-Afrika. Nationalfeiertag ist der 11. November, Tag der Unabhängigkeit (1975). Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean. Die von Angola annektierte Exklave Cabinda (ehemals Portugiesisch Kongo) liegt ganz im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo am Atlantik.
Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der Könige von Ndongo, einem Vasallenstaat des Kongoreiches ab. Die Region erhielt ihren Namen durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die dort an der schwarzafrikanischen Küste anlandeten und ein Padrão (plural: Padrões), ein steinernes Kreuz der Inbesitznahme für den portugiesischen König, errichteten. Weitere Padrões finden sich weiter südlich bei Walfischbucht und an der südafrikanischen Küste. (Deren Originale sind im Museum für Geschichte in Kapstadt erhalten geblieben.)
 



Geographie

Die Republik Angola liegt zwischen 4° 22' und 18° 02' südlicher Breite sowie 11° 41' und 24° 05' östlicher Länge. Das Land gliedert sich grob in eine schmale Niederung entlang der Atlantikküste, die in Richtung Osten, zum Landesinneren hin, zum Hochland von Bie ansteigt: Es macht den größten Teil Angolas aus, ist im Süden flach und in der Landesmitte bergig. Der höchste Berg ist der in diesem Hochland liegende Môco mit 2619 m. Der Osten Angolas wird vom Sambesi durchflossen.


Bevölkerung

Die Bevölkerung Angolas setzt sich mehrheitlich aus drei Bantu-Volksgruppen zusammen, von denen jede ihre eigene Sprache spricht. 30 % der Bevölkerung sind Ovimbundu, 21 % Kimbundu und 12 % Ganguela. Zahlenmäßig weniger stark vertretene Volksgruppen sind z. B. mit 7 % die Nhaneca-Humbe, 5 % Xindunga, 3 % Bakongo, Ovambo (Ambo), Herero und Tshokwe (einschließlich Lunda). Etwa 2 % der Bevölkerung sind von gemischter Ethnizität. Die Portugiesen sind mit knapp 30.000 Menschen die größte nicht-angolanische Volksgruppe im Land. Bis 1974/75 lebten auch ca. 130 deutsche Familien (sog. Angola-Deutsche) als Siedler oder Unternehmer im Land, vor allem in den Regionen um Huambo und Benguela; in der Stadt Benguela gab es seinerzeit sogar eine deutsche Schule. Die meisten haben seither aber das Land verlassen.