Malawi

Malawi [maˈlaːvi] (Chichewa: Dziko la Malaŵi; englisch: Republic of Malawi [məˈlɑːwɪ]) ist ein Staat in Südostafrika, der am 6. Juli 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte. Es grenzt an Tansania, Mosambik und Sambia. Malawi hat etwa 13 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Lilongwe.
 



Geographie

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 850 km, die West-Ost-Ausdehnung 350 km. Die Außengrenze hat eine Länge von 2.881 km, 1.569 km zu Mosambik im Osten und Süden, 475 km zu Tansania im Norden und 837 km zu Sambia im Westen.
Malawi liegt nahezu vollständig im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchsystems. Die Landschaftsgestalt wird von Hochflächen, die von einzelnen Inselbergen überragt werden, weiten Ebenen und dem Malawisee (früher Njassasee, njassa = „See“ auf Chichewa) bestimmt. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier bis zu 3000 m an. Mit einer Fläche von etwa 29.600 km², 570 Kilometer Länge und einer Breite bis zu 80 Kilometern ist der Malawisee der größte See Malawis und zugleich das drittgrößte Binnengewässer Afrikas; er gehört überwiegend zum malawischen Staatsgebiet. Südlich des Sees setzt sich der Grabenbruch fort.

Bevölkerung

Die etwa 13 Millionen Einwohner gehören verschiedenen Bantuvölkern an. Volksgruppen in Malawi: 53,2 % Maravi (einschließlich Tonga, Nyanja, Chewa und Tumbuka), Lomwe 16,3 %, Yao 13,4 %, Ngoni 8,7 %, andere 8,4 %.
Die durchschnittliche Lebenserwartung in Malawi ist in den letzten Jahren auf 32,5 Jahre gesunken. Inzwischen leiden 30 bis 55 % der Bevölkerung an AIDS, das für beinahe ¾ aller Todesfälle verantwortlich ist. Da vor allem junge Menschen betroffen sind, hat dies enorme ökonomische Konsequenzen. Verstärkt werden diese noch durch ein starkes Bevölkerungswachstum, das extremen Druck auf das Land und seine Ressourcen, die Ernährungslage, den Arbeitsmarkt und die Sozialleistungen ausübt.
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag (Stand 2005).
Die Analphabetenrate liegt bei Männern bei 24 % und bei Frauen bei 51 % (Stand 2005).