Mauretanien

Mauretanien (amtlich Islamische Republik Mauretanien) liegt im nordwestlichen Afrika, am Atlantik. Die Präsidialrepublik grenzt an die Staaten Algerien, Mali und Senegal sowie an das von Marokko annektierte Territorium der Westsahara (Demokratische Arabische Republik Sahara). Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland und wird seit dem Militärputsch am 8. August 2008 von einer Militärdiktatur regiert.
 



Geographie

Die Oberflächengestalt Mauretaniens bietet ein recht gleichförmiges Bild. An die im Süden (zwischen Senegalmündung und Cap Timiris) flache Ausgleichsküste, im Norden buchten- und inselreiche Steilküste schließt landeinwärts ein ausgedehntes Tiefland an, das mit seinen Sanddünenfeldern den westlichen Rand der Sahara bildet. Ein kurzer Steilanstieg leitet zu dem weithin ebenen Hochland (300–500 m ü. M.) im zentralen Landesteil über. Hier liegen die Sandsteinplateaus von Adrar, Tagant und Affollé sowie einzelne Inselberge (darunter der Kédia d'Idjil, mit 915 m die höchste Erhebung des Landes). Gegen Osten senken sich die überwiegend von Geröllfeldern bedeckten Hochflächen zu dem abflusslosen, sanderfüllten Becken El Djouf. Einziger ständig wasserführender Fluss Mauretaniens ist der Senegal, der die Staatsgrenze zum gleichnamigen Nachbarland bildet.

Bevölkerung

Der früher hohe Anteil an Nomaden ist stark zurückgegangen; 40 % der Bevölkerung wohnten 2005 in Städten. Vier Fünftel der Einwohner leben auf 15 % der Landesfläche, vorwiegend im Süden. Das Bevölkerungswachstum betrug 2005 2,9 %. 43 % der Bevölkerung waren 2005 jünger als 15 Jahre. Die Lebenserwartung betrug 2005 54 Jahre. Amtssprache ist Arabisch. Pular, Wolof und Soninke sind ebenfalls anerkannte Nationalsprachen. Französisch ist Bildungssprache. 99 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime malikitischer Richtung. Daneben gibt es eine christliche Minderheit.