Sierra Leone

Sierra Leone (dt.: [ˌsi̯ɛʀaleˈoːnə], engl.: [ˌsɪəɹəlɪˈoʊn]) ist eine Republik in Westafrika; sie grenzt an Guinea, Liberia und den Atlantik. Die ehemalige britische Kolonie belegt seit Jahren den letzten Platz auf der Liste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, gleichbedeutend mit dem Status des am wenigsten entwickelten von 177 untersuchten Ländern. Nach einem Jahrzehnt blutigen Bürgerkrieges ist das Land nun mit seinem Wiederaufbau und der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte beschäftigt.
 



Geographie

Sierra Leone grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an die Republik Guinea und im Südosten an Liberia. Im Süden und Südwesten liegt der Atlantische Ozean. Eine bis zu 110 km breite Ebene zieht sich an der Küste entlang, auf der Freetown-Halbinsel erheben sich die Sierra Lyoa Mountains bis zu einer Höhe von 1000 m. Einigen Küstenregionen sind bis zu 112 km lange Sandbänke vorgelagert. Hinter der feuchten Küstenebene beginnt das z. T. landwirtschaftlich genutzte Waldgebiet, durch das die drei wichtigsten Flüsse fließen. Das Land steigt zu den östlichen Guinea Highlands an, einem Hochplateau mit Erhebungen von über 1830 m in den Loma Mountains und Tingi Hills. Der höchste Berg ist der Bintumani mit 1948 m.
Geographische Lage: 10°–13° westliche Länge, 7°–10° nördliche Breite an der westafrikanischen Atlantikküste.
Die größten Städte in Sierra Leone sind (Stand 1. Januar 2005): Freetown 802.639 Einwohner, Bo 174.354 Einwohner, Kenema 143.137 Einwohner, Makeni 87.679 Einwohner und Koidu-Sefadu 87.539 Einwohner.

Die Landesgrenze ist insgesamt 958 km lang, davon grenzen 652 km im Norden an Guinea und 306 km im Süden an Liberia. Die Küstenlänge beläuft sich auf 402 km.

Bevölkerung

Die Bevölkerung beläuft sich auf ca. 5,34 Millionen Menschen, die Bevölkerungsdichte beträgt etwa 72 Menschen je km².
Die Bevölkerung setzt sich aus vielen verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Die Mehrheit stellen die Mende mit ca. 30,6 %, die Temne mit 29,4 %, die Limba mit 8,4 % und die Kono mit 5,2 %. Andere Volksgruppen sind die Bullom-Sherbro, die Fula oder Peul, die Mandingo, die Kuranko, die Susu, die Yalunka, die Kreolen oder Krio, die Kissi und die Vai.
70 % der Einwohner sind sunnitische Moslems und 20 % sind Christen (Anglikaner, Protestanten - United Brethren, Katholiken, neuapostolisch, Freie Kirchen, - Adejobi). Der Rest (etwa 10 %) bekennt sich zu keiner Religion.
Die Lebenserwartung liegt nach WHO-Angaben für 2006 bei 42,6 Jahren. Damit zählt Sierra Leone zu den fünf Ländern mit den niedrigsten Lebenserwartungen weltweit.