Armenien

Armenien (armen. Հայաստան/Hajastan) ist ein Binnenstaat im Kaukasus (Vorderasien). Es liegt im Bergland zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei. Das Land entspricht dem nordöstlichen Teil des ehemals viel größeren armenischen Siedlungsgebiets (siehe Armenistan) und erlangte mit Auflösung der UdSSR 1991 seine Unabhängigkeit.
 



Geographie / Flächennutzung

Armenien liegt am Übergang zwischen Kleinasien und (dem aus europäischer Sicht so benannten) Transkaukasien, zwischen 38° 51' und 41° 16' nördlicher geografische Breite sowie 43° 29' und 46° 37' östlicher geografische Länge. Der heutige Staat umfasst ein Gebiet von 29.800 Quadratkilometern im Nordosten des Armenischen Hochlands und am Südrand des Kleinen Kaukasus.
Die Landesfläche Armeniens ist etwa so groß wie die des Bundeslandes Brandenburg. Es grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Südosten an den Iran, im Süden an die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und von Südwesten bis Westen an die Türkei. Die heutige Bevölkerungszahl beträgt etwa drei Millionen.

Bevölkerung

Von den etwa drei Millionen Einwohnern des Landes sind laut der 2001 erfolgten Volkszählung 97,9 % Armenier, 1,3 % Kurden, 0,5 % Russen (darunter auch Molokanen), weitere sind Assyrer. Bis 1990 (vor dem Berg-Karabach-Konflikt) lebten auch zahlreiche Aserbaidschaner in Armenien. In Armenien ist die Bevölkerungsentwicklung rückläufig (–0,4 % pro Jahr). Zwischen 1991 bis 1998 sind etwa 750.000 Armenier vor allem nach Russland und in andere Staaten der GUS emigriert.