Jemen

Der Jemen (arabisch اليمن‎ al-Yaman) ist ein Staat im Nahen Osten, genauer im Süden der Arabischen Halbinsel. Er ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland und grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer. Dschibuti und Eritrea liegen nur wenige Kilometer entfernt jenseits des Roten Meeres. Die Küstenlänge beträgt 2400 km; die Binnengrenzen sind 1746 km lang. Zum Jemen gehören auch die 3600 km² große Insel Sokotra sowie zahlreiche kleinere Inseln im Bab al-Mandab, im Roten Meer und im Arabischen Meer.
 



Geographie

Der Jemen lässt sich in drei Großlandschaften gliedern:
Die zwischen 30 km und 60 km breite, sanft ansteigende Küstenebene wird vor allem im Südwesten durch vorstoßende Gebirgsflanken gegliedert. Teilweise finden sich Zeugen von früherem Vulkanismus; so liegt etwa Aden, die einstige Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Jemen (Südjemen), in einem Doppelkrater. Die Ebene an der Westküste, die Tihama, wird von Sand- und Kiesflächen beherrscht.
Zum Landesinneren hin erhebt sich steil das zerklüftete, im Westen mehrfach über 3000 m hohe Randgebirge. Südwestlich der Hauptstadt Sana'a erhebt sich der Dschabal an-Nabi Schuʿaib, mit 3760 m der höchste Berg des Landes.
An das Gebirge schließt sich ein Hochland an mit Durchschnittshöhen von 2000 m bis 2500 m. Es ist von Wadis durchzogen; das bekannteste ist das parallel zur Südküste verlaufende Wadi Hadramaut. Nach Nordosten hin fällt das Hochland in Stufen zur zentralarabischen Sandwüste ar-Rubʿ al-chali ab.

Bevölkerung

Die Bevölkerung des Jemen ist durch einen hohen Anteil junger Menschen gekennzeichnet: 46,7 % der Bevölkerung waren 2004 jünger als 15 Jahre. 26 % der Jemeniten lebten im selben Jahr in Städten; die Lebenserwartung lag bei 61 Jahren. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 im Durchschnitt bei 3,4 %.