Katar

Das Emirat Katar (arabisch قطر‎ Qatar, DMG Qaṭar) ist ein Staat im Nordosten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Die schmale und ovale Halbinsel grenzt im Süden an Saudi-Arabien. Von Süden nach Norden dehnt sich das Land rund 180 km, von Westen nach Osten 80 km aus. Das Staatsgebiet schließt einige Inseln ein.
 



Geographie

Salzsümpfe und Wüstenstreifen trennen Katar von der Arabischen Halbinsel. Die Salzpfannen (Sabkhas) auf Meeresniveau sind Relikte aus der Zeit, als Katar noch eine Insel war. Erst durch eine leichte Hebung des Landes entstand die Verbindung zum arabischen Festland. Aus diesen Sümpfen steigt nach Norden das sanft gewellte Hügelland empor, das für ganz Katar prägend ist. Im Westen, nahe der Stadt al-Kirana, erreicht das Gelände im Dschabal Duchan mit 106 m seinen höchsten Punkt. Nach Osten fällt das Land sanft zum Meer ab. Das überwiegend flache Land ist von Geröll- und Kieswüste geprägt. Sanddünen kommen nur vereinzelt, meist an der Küste im äußersten Südosten, vor. Die Küste wird von mehreren langgestreckten Buchten gegliedert. Besonders der Ostseite sind zahlreiche Korallenriffe vorgelagert. Das Grundwasser hat einen hohen Salzgehalt; Trinkwasser wird in Meerwasser-Entsalzungsanlagen gewonnen. Im Südosten befindet sich die Meereslagune Chaur Udaid.

Bevölkerung

Etwa 80 % der Einwohner Katars sind Ausländer. 34 % sind indischer und pakistanischer, 16 % iranischer und 5 % sonstiger Abstammung. 45 % der Einwohner stammen aus anderen arabischen Ländern. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 bei 4,2 %. Der Anteil der unter 15-Jährigen betrug 2004 22,3 %. Im selben Jahr lebten 92 % der Einwohner in Städten. Die Lebenserwartung lag bei 74 Jahren. 77 % (darunter auch Wahhabiten) der Einwohner gehören dem sunnitischen Islam an. Der sunnitische Islam ist Staatsreligion. Unter den Ausländern herrschen Schiiten vor; ferner gibt es einen beträchtlichen Anteil an Hindus und 70.000 Christen in Katar.[2] Amtssprache ist Arabisch, Handelssprachen sind Persisch und Englisch. Daneben werden Urdu und andere indoarische Sprachen gesprochen.
Als Staat mit einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt besitzt Katar ein sehr gutes soziales Fürsorgesystem, Hilfsbedürftige erhalten feste monatliche Bezüge. Die medizinische Versorgung ist gut und steht kostenlos zur Verfügung. Es gibt keine allgemeine Schulpflicht, der Unterricht ist aber auf allen Ausbildungsstufen kostenlos; die Analphabetenrate betrug 2004 11 %. Seit 1973 besitzt Katar eine eigene Universität. Die größten Städte sind (Volkszählung 1. März 2004): Doha 338.760 Einwohner, ar-Rayyan 259.223 Einwohner, Umm Salal 27.703 Einwohner, al-Wakra 25.905 Einwohner, al-Chaur 17.642 Einwohner, adh-Dhachira 13.969 Einwohner und asch-Schahhaniyya 11.001 Einwohner.