Malediven

Die Malediven (amtlich: Republik Malediven, (divehi: ދިވެހިރާއްޖޭގެ ޖުމުހޫރިއްޔާ, Rajjeyge Jumhuriyya) sind ein Inselstaat im Indischen Ozean nahe der Südspitze Indiens und bestehen aus mehreren Atollen und 1190 Inseln, von denen 220 von Einheimischen bewohnt und 87 weitere für touristische Zwecke genutzt werden.
 



Geographie

Die Malediven sind eine Kette von 19 Inselgruppen im Indischen Ozean, südwestlich von Indien und Sri Lanka. Sie erstrecken sich über 823 Kilometer in Nord-Süd-Richtung bis kurz südlich des Äquators. Die Inseln sind verteilt auf 26 Atolle mit Korallenriffen. Sie liegen, wie die Lakkadiven, auf dem maledivischen Rücken. Dieser wird als abgekippte und gesunkene Randscholle der indischen Landmasse angesehen. Sie sind nicht, wie beispielsweise Hawaii, vulkanischen Ursprungs. Insgesamt sind von den 1190 Inseln nur 220 Inseln bewohnt. Die Inseln liegen alle rund 1 Meter über dem Meeresspiegel, was sie besonders anfällig für den stetig ansteigenden Meeresspiegel macht.
Die nahe gelegenen barriereartigen Riffe bieten den einzigen Schutz vor den manchmal heftigen Wirbelstürmen, die mit den Monsunen kommen. Die Urlauberinseln sind mit Palmen und Brotfruchtbäumen bewachsen und von Sandstränden und klaren Lagunen umgeben.

Bevölkerung

Die 298.842 Einwohner (Zählung März 2006) der Malediven sind sunnitische Muslime. Der Islam ist die alleinige Staatsreligion. Bedingung für die maledivische Staatsbürgerschaft ist das muslimische Glaubensbekenntnis. Religionsfreiheit wird ausdrücklich ausgeschlossen, Staatsreligion ist der Islam (sunnitische Richtung). Auf dem Weltverfolgungsindex von 2009 stehen die Malediven an Platz 6 (Vergleich 2008: Platz 4).
Die maledivische Sprache, Dhivehi, leitet sich vom mittelalterlichen Singhalesisch ab, ist aber inzwischen vollkommen eigenständig.