Singapur

Singapur (amtlich Republik Singapur, englisch: Republic of Singapore, malaiisch: Republik Singapura, chin. 新加坡, Xīnjiāpō, auch: 新嘉坡, tamilisch: சிங்கப்பூர் குடியரசு) ist ein Insel- und Stadtstaat sowie der kleinste Staat in Südostasien.
 



Geographie

Der Staat Singapur liegt südlich der Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer Hauptinsel, drei größeren und etwa 50 weiteren kleineren Inseln.
Die Stadt Singapur, die den Großteil des Inselstaats einnimmt, liegt bei den Koordinaten 1° N, 104° O auf einer Insel, die im Norden durch einen künstlichen Damm, den Johor-Singapore Causeway, mit der Stadt Johor Bahru und im Westen durch eine Brücke, den Second Link, mit dem Festland (Malaysia) verbunden ist. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist mit 164 Metern der Bukit Timah Hill im Bukit-Timah-Reservat.
Ursprünglich war nur der Süden des Landes am Singapur-Fluss bewohnt. Die restlichen Teile des Landes bestanden aus tropischem Regenwald oder wurden landwirtschaftlich genutzt. In den 1960er Jahren wurden neue Stadtgebiete vor allem als Satellitenstädte außerhalb des ursprünglichen Stadtgebietes errichtet. Die Regierungsbehörde Urban Redevelopment Authority ist verantwortlich für die Stadtentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf effiziente Landnutzung und -verteilung sowie Verkehrsplanung gelegt. In einem Entwicklungsplan wird die Landnutzung für die 55 Planungsgebiete (einschließlich der zwei Wasserschutzgebiete), die zu fünf Regionen gruppiert werden, festgelegt. Die administrative Gliederung Singapurs umfasst fünf Community Development Council (CDC)-Distrikte, die von Bürgermeistern (Mayor) und örtlichen Räten verwaltet werden. Diese Gliederung ist völlig inkompatibel mit der Regionalgliederung der Landesplanung.
Aufgrund der knappen Landfläche spielt für Singapur die Landgewinnung eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 697,2 km² und soll bis 2030 noch um etwa 100 km² (800 km²) wachsen.

Bevölkerung

Die korrekte Bezeichnung für Bürger des Staates Singapur lautet „Singapurer“ bzw. „Singapurerin“; das bisweilen verwendete „Singapuri“ gibt es nicht und beruht auf falscher Analogie zu anderen Wortbildungen.
Singapur hat eine Fertilitätsrate von nur einem Kind pro Frau. Dadurch wird die Einwohnerzahl bald stark sinken, da zur natürlichen Reproduktion einer Bevölkerung 2,1 Kinder pro Frau nötig sind. Zum Vergleich: In Deutschland kommen auf eine Frau 1,33 Kinder (2007).
Damit gehört Singapur zu den Ländern, in denen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung am wenigsten Kinder geboren werden. Dadurch nimmt der Altersdurchschnitt stark zu und es gibt immer weniger Jugendliche und Kinder. Im Gegenzug bremst die Zuwanderung in den multikulturellen Stadtstaat die Alterung der Gesellschaft.
Laut dem statistischen Amt Singapurs von Juni 2005 beträgt die Gesamteinwohnerzahl 4,2 Millionen Menschen. Die Bürger Singapurs gehören zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen:
76,8 % Chinesen, 13,9 % Malaien, 7,9 % Inder und 1,4 % Andere
Hinzu kommt eine große Zahl von Gastarbeitern und Ausländern, die sich Schätzungen zufolge auf mehr als 600.000 addiert. Genaue Zahlen werden von der Regierung unter Verschluss gehalten.


Formel 1

Das erste Formel-1-Rennen in Singapur fand am 28. September 2008 auf dem Marina Bay Street Circuit statt. Es war gleichzeitig das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte. Es gewann Fernando Alonso.