Südkorea

Die in Ostasien gelegene Republik Korea, allgemein Südkorea genannt, nimmt den südlichen Teil der Koreanischen Halbinsel ein. Die einzige Landgrenze, mit 243 km Länge, besteht zum nördlichen Nachbarn Nordkorea. Die beiden Nachfolgestaaten Koreas wurden 1948 im aufkommenden Kalten Krieg gegründet, der folgende Koreakrieg zementierte die Teilung. Im Westen grenzt Südkorea an das Gelbe, im Süden an das Ostchinesische und im Osten an das Japanische Meer.
 



Geographie / Flächennutzung

Südkoreas Fläche beträgt 99.392 Quadratkilometer. Davon entfallen 290 Quadratkilometer auf Wasserflächen; es gibt keine größeren natürlichen Seen.
Südkorea umfasst den südlichen Teil der Halbinsel Korea und vorgelagerte Inseln. Nahe der Westküste und im Südosten liegt ebenes, aber fast überall mit Hügeln durchsetztes Land, das höchstens ein Drittel des Staatsgebiets ausmacht, aber die große Mehrheit der Einwohner beherbergt. Der große Rest des Landes ist gebirgig; außer auf einem schmalen Streifen an der Ostküste und in kleinen Talgründen gibt es keine Tiefebenen. Sowohl die Gebirge als auch die Hügel der Ebenen sind meist bewaldet; sie erreichen zwar selten große Höhen, haben aber oft ein steiles Relief.

Bevölkerung

Südkorea hat rund 48,6 Millionen Einwohner, die Bevölkerungsdichte ist mit etwa 480 Personen pro Quadratkilometer hoch. Mehr als 80 Prozent aller Südkoreaner leben in Städten. Das Bevölkerungswachstum liegt bei etwa derzeit 0,4 Prozent jährlich; Prognosen sagen ab dem Jahr 2028 eine Schrumpfung der Bevölkerungszahl voraus. Die Südkoreaner haben eine sehr hohe Lebenserwartung, sie liegt bei 72 Jahren für Männer und 79,5 für Frauen. Beide Faktoren zusammen führen zu einer schnellen Alterung der Bevölkerung. Waren etwa 1999 nur 6,9 Prozent der Bevölkerung 65 oder mehr Jahre alt, so erreichte der Anteil dieser Altersgruppe im Jahre 2002 schon 7,9 Prozent.
Wie in anderen Ländern Asiens auch bevorzugt man in Südkorea traditionell männliche Nachkommen. Obwohl der Einfluss dieser Einstellung abgenommen hat, ist der Anteil der Männer in der Bevölkerung höher als der der Frauen. Dies hat in der Vergangenheit häufig zu Besorgnis auf Seiten der Regierung geführt. Heute kommen auf 100 Frauen 101 Männer.