Vereinigte Arabische Emirate

Die Vereinigten Arabischen Emirate (arabisch الإمارات العربيّة المتّحدة‎), kurz VAE, sind ein auf der Arabischen Halbinsel gelegener, im Süden und Westen an Saudi-Arabien und im Osten an Oman und über die Hoheitsgewässer an Katar angrenzender Bundesstaat. Im Norden schmiegt sich das Land an den Südbogen des Persischen Golfes, fast bis zur äußersten Landspitze an der Straße von Hormus. Hier hat es auch Zugang zum Golf von Oman. Die Binnengrenzen sind nicht exakt festgelegt; auch die Küstenlinie am Persischen Golf kann nicht genau bestimmt werden, da sie sich durch Verlagerung von Sand und Schlickmassen ständig ändert. Es besteht aus den Emiraten Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra's al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain.
 



Geographie

Die Vereinigten Arabischen Emirate liegen an der östlichen Küste der Arabischen Halbinsel zwischen 22°50′ und 26°00′″ nördlicher Breite und 51°00′ und 56°25′ östlicher Länge. Sie bestehen aus den Emiraten Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fudschaira, Ra's al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain.
Der Süden und Westen des Landes grenzt über eine Länge von 457 km an Saudi-Arabien, der Osten über 410 km an Oman und über die Hoheitsgewässer im Westen an Katar. Im Norden schmiegt sich das Land an den Südbogen des Persischen Golfes und im Osten an den Golf von Oman, wo es das Staatsgebiet des Oman in zwei Teile trennt. Dort findet sich auch noch mit dem Gebiet um Nahwa eine Enklave zweiter Ordnung. Die Küstenlinie am Persischen Golf kann nicht genau bestimmt werden, da sie sich durch Verlagerung von Sand und Schlickmassen ständig ändert. Aus diesem Grund ist die Landesfläche nur ungenau anzugeben. Sie beträgt 77.700 km² oder 83.600 km², wenn dabei die vom Iran 1992 einseitig übernommenen Tunb-Inseln und die Insel Abu Musa zusammen mit dem ihnen umgebene Meeresgebiet mit eingerechnet werden.
Im August 1974 wurde mit Saudi-Arabien im „Riyadh Treaty“ ein Vertrag vereinbart. Danach wurde die Landverbindung nach Katar und dem anteiligen Seegebiet am Khawr al-Udayd von den Vereinigten Arabischen Emiraten abgegeben und dafür gab Saudi-Arabien die territorialen Ansprüche auf die Oase Buraimi (heute al-Ain) auf.

Bevölkerung

Die Bevölkerungszahl der VAE gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Bei der Gründung 1971 wohnten nur 180.000 Menschen in den Emiraten; die letzte offizielle Schätzung Ende des Jahres 2004 gab das 24-fache (4,32 Mio.) an, und es wird erwartet, dass die zurzeit laufende Volkszählung mindestens auf fünf Millionen Einwohner kommen wird. Allein zwischen 1994 und 2004 stieg die Zahl um 6,4 % p.a.. Der rasante Bevölkerungszuwachs ist vor allem auf die vielen Arbeitsimmigranten zurückzuführen.
Heute sind 75 % der Einwohner Ausländer. Von den Staatsbürgern – die man unabhängig von ihrem Geschlecht „Emirati“ nennt – sind 70 % Araber, darunter 10 % Nomaden. Die übrigen 30 % verteilen sich auf ethnische Iraner, Inder, Bangladescher, Pakistaner und Philippiner. 22,4 % der Bevölkerung waren 2004 jünger als 15 Jahre. Die Gesetze der VAE sehen in der Regel keine Einbürgerung vor. Kinder, die im Land geboren werden, erhalten die emiratische Staatsbürgerschaft nur, wenn der Vater Staatsangehöriger der VAE ist. Im Emirat Dubai ist eine Einbürgerung für dort geborene Personen ab dem 30. Lebensjahr unter bestimmten Bedingungen möglich. Ausländern ist es auch möglich, eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis zu erhalten, um sich in den VAE dauerhaft niederzulassen. Nur etwa 1 % der Landesfläche ist besiedelt; der Verstädterungsgrad lag 2004 mit 85 % sehr hoch. Die Lebenserwartung lag im gleichen Jahr bei 79 Jahren. Amtssprache ist Arabisch; außerdem wird Hindi, Urdu und Farsi gesprochen; Englisch gilt als Handelssprache und wird zunehmend im Alltag zwischen den ethnischen Gruppen als „lingua franca” eingesetzt. 96 % der staatsbürgerlichen Bevölkerung sind Muslime, davon 16 % schiitischer Richtung. 3 % sind Christen.