Finnland

Finnland (finnisch Suomi [ˈsuɔmi] ?/Info/IPA; schwedisch Finland [ˈfɪnland]), amtlich Republik Finnland (Suomen tasavalta, Republiken Finland), ist ein Staat in Nordeuropa und Mitglied der Europäischen Union. Er grenzt an Schweden, Norwegen, Russland und die Ostsee. Bei 5,3 Millionen Einwohnern auf einer Fläche nur wenig kleiner als Deutschland gehört Finnland zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Ein großer Teil der Bevölkerung konzentriert sich dabei auf den Süden des Landes mit der Hauptstadt Helsinki. Die beiden offiziellen Landessprachen sind Finnisch und Schwedisch. 92 % der Bevölkerung sind finnisch-, 6 % schwedischsprachig. Die schwedischsprachige Inselgruppe Åland hat einen weitreichenden Autonomiestatus.
Das Gebiet Finnlands, das seit Jahrtausenden dünn besiedelt war, trat mit der Eingliederung in das Schwedische Reich ab dem 12. Jahrhundert in die historische Zeit ein. Es blieb für viele Jahrhunderte integraler Teil Schwedens, bis es 1809 an Russland abgetreten wurde, unter dessen Herrschaft sich Finnland als Nation entwickelte. 1917 erlangte das Land die staatliche Unabhängigkeit. Heute ist Finnland eine parlamentarische Republik.
 



Geographie

Finnland ist mit einer Fläche von 338.144,53 km² etwas kleiner als Deutschland. Zwischen dem 60. und 70. Breitengrad liegend, zählt es zu den nördlichsten Ländern der Erde. Ein Drittel Finnlands liegt nördlich des Polarkreises. Die Nord-Süd-Ausdehnung des finnischen Festlandes beträgt 1160 km (von Nuorgam bis Hanko), die längste Ost-West-Distanz 540 km (von Ilomantsi nach Närpes). Bei der Gliederung des Landesgebiets wird bereits etwa ab der Höhe des Oulujärvi von „Nordfinnland“ gesprochen. So kann Oulu, genau in der Mitte des Landes gelegen, als nordfinnische Stadt bezeichnet werden, auch heißt die Landschaft um Jyväskylä trotz ihrer südlichen Lage „Mittelfinnland“.
Die längste Staatsgrenze ist mit 1.269 km die zur Russischen Föderation im Osten. Im Norden grenzt Finnland über 716 km an Norwegen, die 536 km lange Grenze zu Schweden im Nordwesten bilden die Flüsse Könkämäeno, Muonionjoki und Tornionjoki.
Im Westen und Süden grenzt Finnland an Nebenmeere der Ostsee, im Westen an den Bottnischen Meerbusen, im Süden an den Finnischen Meerbusen. Fast alle finnischen Flüsse und Seen gehören zum Einzugsbereich der Ostsee, nur der jenseits des Maanselkä gelegene äußerste Nordosten des Landes entwässert zum Nordpolarmeer. Durch die geringe Verdunstung und den steten Süßwasserzufluss sind die Meeresgewässer Finnlands wesentlich weniger salzig als die Weltmeere: mit einer Salinität von weniger als 0,3 % ist etwa die Bottenwiek, der nördliche Teil des Bottnischen Meerbusens, so brackig, dass sich auch Süßwasserfische in ihm finden.

Bevölkerung

Finnland hat eine Bevölkerung von etwa 5,3 Millionen Menschen und ist mit einer Bevölkerungsdichte von rund 15,5 Einwohnern je Quadratkilometer dünn besiedelt. Dabei ist die Bevölkerung sehr ungleich verteilt. Während die nördliche Provinz Lappland mit 1,9 Einwohnern je Quadratkilometer fast menschenleer ist, konzentrieren sich etwa 40 % der Bevölkerung auf die Provinz Südfinnland mit 62,6 Einwohnern je Quadratkilometer. Allein rund 1,233 Millionen Menschen leben im Großraum Helsinki. Weitere Ballungsräume sind die Städte Tampere, Turku und Oulu mit ihren Einzugsgebieten.