Antigua und Barbuda

Die Inseln Antigua und Barbuda (das frühere Dulcina) bilden einen unabhängigen Inselstaat innerhalb des Commonwealth. Sie liegen zwischen dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico. Daneben existiert die unbewohnte Insel Redonda.
 



Geographie

Der Antillenstaat Antigua und Barbuda gehört zu den sogenannten Inseln über dem Winde. Er befindet sich zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, ca. 650 km südöstlich von Puerto Rico. Das insgesamt 442,6 km² große Staatsgebiet umfasst drei Inseln. Die größte ist die 280 km² große Insel Antigua, auf der sich auch die Hauptstadt Saint John’s befindet. Barbuda umfasst 161 km² und liegt 48 km nördlich von Antigua. 56 km südwestlich von Antigua befindet sich die nur 1,6 km² große unbewohnte Felseninsel Redonda. Die Küstenlinie des Inselstaates ist 153 km lang.

Bevölkerung

Im Juli 2006 lebten in Antigua und Barbuda 69.108 Menschen. Ein Großteil der Einwohner lebt auf Antigua, Barbuda hat nur etwa 1.500 Einwohner, Redonda ist unbewohnt. Die Bevölkerungsentwicklung verlief in den letzten 50 Jahren fast durchweg positiv. Zwischen 1961 und 1969 wuchs die Einwohnerzahl von 55.000 auf 65.000. Danach stagnierte sie bis Anfang der 1990er Jahre bei ca. 63.000. Ab 1993 war ein erneutes Anwachsen auf das heutige Niveau zu verzeichnen. Die Fertilitätsrate (TFR) liegt mit 2,24 (Deutschland 1,39) knapp über dem Bestandserhaltungsniveau und bewirkt ein geringes natürliches Wachstum. Dagegen ist aber die Säuglingssterblichkeit viermal so hoch wie in Deutschland. Auch die Wanderungsbilanz ist negativ; allein 2005 verließen 420 Menschen den Inselstaat.
Im Juli 2006 setzte sich die Bevölkerung aus 34.571 Frauen und 34.537 Männern zusammen. Die Alterspyramide ist sehr regelmäßig aufgebaut. Ein reichliches Viertel der Bevölkerung ist jünger als 14 Jahre, während weniger als 4 % älter als 65 sind. Mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren ist die Bevölkerung sehr jung.