Saint-Barthélemy

Saint-Barthélemy (Sankt Bartholomäus, auch St. Bart(h)s genannt) ist eine Insel der kleinen Antillen. Sie ist seit Februar 2007 eine französische überseeische Gebietskörperschaft (collectivité d'outre-mer). Es hat eine Fläche von 21 km² und knapp 7000 Einwohner, damit 326 Einwohner pro km².
 



Geschichte

Ursprünglich von Kariben besiedelt, wurde die Insel 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt und nach seinem Bruder Bartolomeo benannt.
1648 ließen sich französische Kolonisten auf der Insel nieder. 1651 verkaufte die Krone die Insel jedoch an den Orden von Malta. Fünf Jahre später vertrieben die Ureinwohner die Siedler von der Insel, bis zum Jahr 1763, als eine erneute französische Besiedlung erfolgte.
1784 überließ König Ludwig XVI. die als relativ wertlos geltende Insel im Tausch gegen ein Handelsrecht in Göteborg an König Gustav III. von Schweden. Am 7. März 1785 wurde die Insel von den Schweden in Besitz genommen. Saint-Barthélemy hatte nicht einmal eigene Trinkwasservorkommen, so dass Wasser von den Nachbarinseln importiert werden musste. Auf Gustav III. geht auch der Name der heutigen Hauptstadt Gustavia zurück. Durch Gewährung eines Freihandelsstatus blühte der Hafen auf (siehe auch Schwedische Westindien-Kompanie), bis 1852 ein großes Feuer wichtige Teile Gustavias zerstörte. In US-Handelsstatistiken aus dieser Zeit wird die Insel als „Schwedisch-Westindien“ geführt.
Am 10. August 1877 kauften die Franzosen die Insel für 80.000 Francs wieder zurück.

Infrastruktur

Auf der Insel existiert ein Flughafen, der Flughafen Saint-Barthélemy (IATA-Code: SBH). Die Länge der Landebahn beträgt 680 Meter. Eine spezielle Pilotenlizenz ist erforderlich. Der Anflug ist aufgrund der ständig wechselnden Winde und der bergigen Lage relativ gefährlich.