San Andrés y Providencia

San Andrés y Providencia ist gleichsam der Name einer kolumbianischen Provinz (Departamento de San Andrés y Providencia) wie auch der Name einer Inselgruppe in der Karibik (Archipiélago de San Andrés y Providencia) bestehend aus den Inseln San Andrés und Providencia.
 



Geographie

Die Inseln liegen nur 200 km vor der Küste Nicaraguas, aber 800 km vor der Küste Kolumbiens in der Karibik. San Andrés und Providencia liegen etwa 70 km voneinander entfernt.
Die Insel San Andrés besteht aus einer Bergkette, die sich von Norden bis Süden zieht und an der höchsten Stelle 55 Meter über dem Meeresspiegel misst. Die Insel ist hauptsächlich von Kokosnusspalmwäldern geprägt. Der Archipel dehnt sich über 349.800 km² aus, die Provinz besteht aber nur aus 44 km² davon.
Zur Inselgruppe gehören weiter die Inseln Providencia und Santa Catalina; zur Provinz zählen außerdem eine Vielzahl an kleineren Inseln (Bolívar, Alburquerque, Cotton Haynes) sowie Inselgruppen (Grunt, Johny Rose, Easycay, Roncador, Serrana, Serranilla, Quita Sueño, Brothers, Rocky, Crac, Santander).
Der Tourismus und der Handel, geprägt durch die Lage, sind Hauptwirtschaftszweige der Inseln. Landwirtschaft, Viehzucht und Fischfang werden nur zur Eigenversorgung betrieben.

Bevölkerung

Die einheimische Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Nachfahren von niederländischen Siedlern und den aus Afrika entführten Sklaven. Mittlerweile sind 49% der Einwohner im niederländischen Teil Ausländer. Die meisten Einheimischen sind Protestanten, insbesondere Methodisten, während im französischen Teil eher der römisch-katholische Glauben dominiert. Es gibt ebenfalls kleine jüdische und Siebenten-Tags-Adventisten -Gemeinden. 
 

Ein paar Worte über San Andrés

Die Insel San Andrés liegt im Archipel von San Andrés und Providencia, das sich über 349.800 km² ausdehnt. Die Insel wurde sehr wahrscheinlich vor 1527 entdeckt, da sie in Landkarten dieses Jahres schon aufgeführt wurde. Geprägt wird die Insel durch eine Bergkette die sich vom Norden zum Süden zieht, die an der höchsten Stelle 55 Meter über Meeresspiegel misst und zum Großteil aus Kokosnusspalmwäldern besteht. Es gibt nur an wenigen Stellen Sandstrand. Hauptsächlich besteht die Uferregion aus zerklüftetem Vulkangestein.
San Andrés wird hauptsächlich von kolumbianischen Touristen besucht, die in der Freihandelszone zollfrei einkaufen können.

Ein paar Worte über Providencia

In letzter Zeit ist die Zahl der Touristen auf der Insel deutlich gestiegen, da sich Ihr Ruf, ein Taucher- und Schnorchelparadies zu sein, immer weiter verbreitet.
Providencia wurde am 29. Oktober 2005 durch den bis dahin schon zum Tropensturm abgeschwächten Hurrikan Beta erreicht. Laut offiziellen Angaben wurden ca. 50% der Behausungen stark beschädigt. Die Einwohner flüchteten in die höher gelegenen Orte. Der Sturm hatte Geschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht. Der amtierende Präsident Álvaro Uribe Vélez versprach, bei einem Besuch auf der Insel am Tag darauf, Wiederaufbauhilfen, die noch in den darauf folgenden zwei Wochen eingesetzt werden sollten.