Bermuda

Bermuda ist eine Inselgruppe im Atlantik. Als britisches Überseegebiet steht es unter der Hoheit des Vereinigten Königreichs. Die Bermuda-Inseln sind vor allem wegen der Geschichten über das Bermudadreieck, für die Bermudashorts und das Bermuda-Rigg bekannt geworden.
 



Geographie

Die Bermuda-Inseln bestehen aus etwa 150 Koralleninseln, wovon Grand Bermuda die mit Abstand größte ist. Im Nordwesten grenzen Somerset Island und im Nordosten Saint George’s Island an die Hauptinsel.
Das Klima auf den Bermuda-Inseln ist subtropisch-feuchtwarm. Allerdings können im Januar auch Tiefsttemperaturen von 5 Grad auftreten. Im September kommt es häufig zu Hurrikanen.
Die höchste Erhebung des Landes ist der Town Hill mit 79 m. Auffallend ist die starke Zergliederung der Inseln und die zahlreichen Karsthöhlen. Die Insel ist von Korallenriffen umgeben. Es sind damit die nördlichsten tropischen Korallenriffe der Erde. Es gibt nur eine Stelle im östlichen Bermuda, an der große Kreuzfahrt- oder Containerschiffe, die regelmäßige Besucher in Bermuda sind, die Riffe passieren können. Da Flüsse auf den Inseln fehlen, muss das Regenwasser in Zisternen gesammelt werden.
Charakteristisch für die subtropische Vegetation sind Gummibäume, Salbei-Arten und die Bermuda-Zeder. An manchen Küstenabschnitten wachsen auch Mangrovenbäume; bei den Beständen auf den Bermudas handelt es sich um das nördlichste Vorkommen von Mangroven im Atlantik.
Auf den Bermuda-Inseln hat die fast ausgestorbene Vogelart Bermuda-Sturmvogel ihre Brutstätten.
Auf den Bermuda-Inseln gibt es mehrere Nationalparks, sowohl über als auch unter Wasser.

Bevölkerung

70 % der Bewohner sind Schwarze und Mulatten, 30 % sind Weiße. Die Farbigen sind Nachkommen afrikanischer Sklaven, die Weißen britischer Herkunft. Die Hauptstadt Hamilton hat 3.000 Einwohner. Die Amts- und Umgangssprache ist das britische Englisch. Der größte Anteil der Einwohner ist protestantisch (meist anglikanisch), 15 % sind römisch-katholisch, 1 % sind Jehovas Zeugen.
Straße in HamiltonDie Einwohner von Bermuda genießen einen hohen Lebensstandard; die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Es gibt praktisch keine Arbeitslosigkeit. Über 80 % des Regierungsbudgets werden für Sozialleistungen und Bildung ausgegeben. Es gibt keine Einkommens- oder Mehrwertsteuer, dafür aber hohe Zölle. Privat eingeführte Waren werden mit 25% (außer auf die ersten 100 Dollar) besteuert.
Vom 6. bis 17. Lebensjahr besteht allgemeine Schulpflicht. Viele Familien legen einen großen Teil ihres Geldes für eine teure Privatschulbildung ihrer Kinder mit Schulgebühren über 10.000 Dollar an. Es gibt fünf Privatschulen und zahlreiche öffentliche Schulen. Alle Schüler müssen Schuluniformen tragen. Das Bermuda College vermittelt eine Hochschulbildung; zum eigentlichen Universitätsstudium gehen die Studenten in die USA, Kanada oder nach England.
Viele Einwohner Bermudas üben mehrere Berufe aus. Zwar ist es erst seit 1961 der farbigen Mehrheit erlaubt, neben Weißen im Bus, Kino oder Restaurant zu sitzen, aber heutzutage funktioniert die Integration der unterschiedlichen Hautfarben gut, was übrigens auch für Touristen gilt. Jedoch ist es nach wie vor so, dass die öffentlichen Schulen fast ausschließlich von Schwarzen besucht werden.