Niue

Niue (engl. [ˈnjuːeɪ]; alter Name Savage Island) ist eine isolierte Koralleninsel im Südpazifik in der Nähe von Tonga, 2.400 km nordöstlich von Neuseeland. Sie liegt südlich von Samoa und westlich der Cookinseln.
Seit 1974 ist Niue durch einen Assoziierungsvertrag mit Neuseeland verbunden.
 



Geographie

Niue ist 260 km² groß und besteht aus 13 Siedlungen. Die Insel ist das größte angehobene Korallenatoll der Welt. Sie wurde bei zwei Erdbeben in zwei Stufen aus dem Meer gehoben. Das innere Plateau der Insel erhebt sich bis zu 67 m über den Meeresspiegel und zeigt an seinem Rand ein bis zu 30 m steil aufragendes Riff. Weitere Hebungen der Insel sind nicht auszuschließen. Von der Gesamtfläche können etwa 80 % für die Landwirtschaft genutzt werden, der Rest besteht aus meist tropischen Wäldern. Die Küste ist stark zerklüftet mit vielen Höhlen und Schluchten. Nennenswerte Strände gibt es nicht.

Bevölkerung

Niue hat 1.444 Einwohner (Juni 2008). Eine starke Abwanderung nach Neuseeland hat die Einwohnerzahl seit 1966 um mehr als die Hälfte vermindert. Dies führte zu zahlreichen Wüstungen. In Neuseeland leben heute 20.148 Niueaner. Die Niueaner sprechen eine eigene polynesische Sprache, das Niueanisch, dessen nächste verwandte Sprache Tongaisch ist. Weiterhin wird auch Englisch gesprochen. Der Bevölkerungsrückgang von 1,8% (Stand:~2005) ist sehr hoch.
Etwa drei Viertel der Bevölkerung gehören der reformierten Ekalesia Niue an, daneben gibt es Katholiken, Mormonen, Zeugen Jehovas und Adventisten.