Norfolkinsel

Die Norfolkinsel ist eine Insel im Pazifischen Ozean, die zu Australien gehört. Nördlich von ihr liegt Neukaledonien, westlich Australien, südlich Neuseeland.
 



Geographie

Die Norfolkinsel liegt etwa 1500 km östlich des australischen Kontinents. Sie ist bis auf das Südgebiet mit der Hauptstadt Kingston von unzugänglichen Klippen umgeben. Höchste Erhebungen der Insel vulkanischen Ursprungs sind die beiden Berge Bates (318 m) und Pitt (316 m). Zum Staatsgebiet gehören neben der Norfolkinsel auch noch die kleineren, unbewohnten Inseln Nepean und Phillip. Alle drei sind vulkanischen Ursprungs und stellen darum einen fruchtbaren Boden für die Landwirtschaft zur Verfügung.

Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich zu einem Drittel aus den Nachkommen der Bounty-Meuterer (Pitcairner) und zu zwei Dritteln aus im Laufe der Zeit zugewanderten Australiern, Neuseeländern und Polynesiern zusammen. Zwischen den beiden Gruppen kommt es oftmals zu Streitigkeiten. Während die Deszendenten der 1856 auf die Insel übersiedelten Pitcairner, die sich in der Tradition ihrer Ahnen sehen, für eine konservative Politik mit der Unabhängigkeit der Norfolkinsel als Ziel eintreten, sind die Nachfahren der Zuwanderer progressiv und aufgrund ihrer Herkunft weltoffener, das heißt sie hegen enge Kontakte zum Festland.
Die Mehrzahl der Bevölkerung spricht englisch, nur wenige sind noch des Norfuk mächtig, einer Mischung aus der englischen Sprache des 18. Jahrhunderts und altem Tahitianisch. Der anglikanischen Kirche gehört über ein Drittel der Einwohner an, der Rest verteilt sich auf die Uniting Church in Australia, die römisch-katholische Konfession, die Siebenten-Tags-Adventisten, Atheisten und Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften.