Wallis und Futuna

Wallis und Futuna (franz. Collectivité des Îles Wallis et Futuna; manchmal auch Uvéa und Futuna) ist ein französisches Überseeterritorium (Collectivité d'outre-mer, C.O.M.) nordöstlich von Fidschi.
 



Geographie

Das Territorium umfasst die zwei Inselgruppen der Wallis-Inseln (französ. Îles Wallis) mit der Hauptinsel Uvéa (französ. auch Wallis, wallisian. ʻUvea) im Nordosten und der Horn-Inseln (französ. Îles de Horne) mit den Hauptinseln Futuna und Alofi im Südwesten.
Die beiden Inselgruppen liegen etwa 200 km voneinander entfernt im südpazifischen Ozean bei ca. zwei Drittel der Strecke zwischen Hawaii und Neuseeland und werden zu Polynesien gerechnet.
Die drei Hauptinseln, Futuna, Alofi und Uvéa sind vulkanischer Natur und werden durch bewaldete Gebirge geprägt. Allerdings nimmt die Abholzung im geringen Maße zu, um den höher werdenden Energiebedarf zu decken. Manche Stellen der beiden Inselgruppen sind infolge Süßwassermangels unbewohnbar.
Alle Inseln weisen ein tropisches Klima auf. Zwischen November und April ist es heiß und regnerisch, zwischen Mai und Oktober kühl und trocken. Es regnet etwa 2.500 bis 3.000 Millimeter pro Jahr. Die Luftfeuchtigkeit beträgt zirka 80 %, die Jahresdurchschnittstemperatur ist 26,6 °C.

Bevölkerung

67 % der Bevölkerung lebt auf der Insel Wallis, 33 % auf der Insel Futuna. Die große Mehrheit der Bewohner sind Polynesier, eine kleine Minderheit sind die Nachfahren der französischen Eroberer. Mehr als 16.000 Wallisianer und Futunianer leben als Auswanderer in Neukaledonien. Die Insulaner sprechen Französisch und Wallisianisch oder Futunianisch, die beiden polynesischen Sprachen. Allerdings sprechen nur 10 % der Einwohner Französisch als erste (Mutter-) Sprache. Nur die Hälfte der Bevölkerung über 15 Jahre (Männer wie Frauen) kann lesen und schreiben. Das Bevölkerungswachstum beträgt 1,8%.